Garrett

Das Unternehmen geht auf eine 1778 von Richard Garrett (1757-1839) in Leiston gegründete Messerschmiede zurück. Sein Sohn Richard Garrett II (1779-1837) übernahm 1805 die Geschäfte und organisierte das Unternehmen später als Richard Garrett & Sons. Die Söhne waren Richard III (1807-1866), Balls und Newson. Ab 1806 wurden Mähdrescher hergestellt. Ab 1812 trat das Unternehmen als Eisenwarenhändler auf. Nachdem Richard III bereits seit 1826 für die Finanzen verantwortlich gewesen war, übernahm er 1836 den Betrieb in dritter Generation. In den späten 1840er-Jahren begann das Unternehmen mit der Produktion tragbarer Dampfmaschinen. Garrett & Sons entwickelte sich zu einem großen Unternehmen mit rund 2500 Mitarbeitern.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurden dampfgetriebene Landmaschinen hergestellt und auch nach Deutschland exportiert. 1925 versuchte Garrett erfolglos, sich im Lokomotivenbau zu etablieren. Auch ein Traktor mit 40HP-Dampfmaschine und Vorrichtungen zum Pflügen, Ziehen und Dreschen namens Suffolk Punch wurde ein Fehlschlag. Das zu teure Fahrzeug konnte nur in acht Exemplaren abgesetzt werden. In den 1930er-Jahren wurde Garrett ein Teil der Beyer, Peacock & Company. Das Geschäft wurde als Richard Garrett Engineering Works weitergeführt, bis die Werke 1981 geschlossen wurden.