Wermke

Rudolf Wermke (geboren 1842) arbeitete schon früh im elterlichen Schmiedebetrieb. 1870 gründete er dann seine eigene Schmiedewerkstatt in der er sich vor allem um die Herstellung von Pflügen befasste.

Die Geschäfte liefen so gut, dass er im Jahre 1882 die erste Fabrikhalle erbaute und das Produktsortiment um Drillmaschinen, Eggen, Grubber, Krümmer, Walzen und später auch  Düngerstreuer, Pferderechen, Heuwender, Häcksler und Rübenschneider erweiterte.

Da es keinen Nachfolger aus dem Kreis seiner Kinder gab, wandelte seine Ehefrau das Unternehmen nach Wermkes Tod 1897 in eine Aktiengesellschaft, die „Ostdeutsche Maschinenfabrik vorm. Rudolf Wermke AG Heiligenbeil“ um. Als vorübergehende Lösung wurde in der Folgezeit in der zweiten Leitungsebene mit der eingespielten Belegschaft auch weiterhin ein gutes Betriebsergebnis erzielt. Anfang 1903 übernahm Frederik Bartels die Geschäftsleitung. Er bleibt drei Jahrzehnte im Amt, und unter seiner Leitung werden weiter Neuerungen in Angriff genommen.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden einige Posten durch Parteigenossen ersetzt. Für den konservativen Friedrich Bartels brechen daraufhin schwere Zeiten an, und so schied er im Oktober 1935 auf dem Unternehmen aus. Sein Nachfolger wurde Hugo Heßmer, der den Betrieb bis zum Ende im Jahre 1945 führte.