VEB Landmaschinenbau Torgau

Die VEB Landmaschinenbau Torgau ging hervor aus der 1878 gegründeten Firma Wilhelm Stoll: Diese produzierte Grubber, Heuwerbungsmaschinen und Kartoffelroder, sowie Hack- und Pflegegeräte, zunächst in Luckenwalde (Brandenburg), ab 1906 dann in Torgau (Sachsen). Nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten die Besitzer ihr Unternehmen in Lengede-Broistedt neu, während der Torgauer Betrieb zunächst in Treuhandverwaltung kam und 1952 in die VEB Landmaschinenbau Torgau umgewandelt wurde. Diesem volkseigenen Betrieb wurde auch das Seniorwerk Busse aus Wurzen zugeteilt. Nach der Wende wurde dieser Zweig allerdings aufgelöst.

Bis Mitte der 1960er Jahre wuchs das Unternehmen und beschäftigte letztendlich etwa 1000 Mitarbeiter. 1970 wurde es Bestandteil des Weimar-Kombinates, acht Jahre später (1978) des Kombinates Fortschritt Landmaschinen. Der Betrieb wuchs stetig weiter, unter anderem durch die Zuordnung mehrerer Kleinbetriebe aus der Region und brachte es bis zum Ende der 1980er Jahre zu 1500 Beschäftigten und einem Umsatz von 250 Mio. DDR-Mark. 1990 wurden große Teile des Unternehmens liquidiert, nur ein kleiner Teil wurde erhalten und ging in die Firma „Lamator GmbH“ über. Diese produziert vorwiegend Bodenbearbeitungswerkzeuge und ist nach wie vor am Standort Torgau tätig.