VEB Bernburg

Die VEB Landmaschinenbau Bernburg entstand aus der Firma Wilhelm Siedersleben (siehe hier). Diese wurde 1867 in Bernburg gegründet und stellte Sämaschinen, Rübenköpfer, Rübenheber, Mineraldüngerstreuer und Hackmaschinen her. Besondere Bekanntheit erlangten die Sämaschinen unter dem Namen „Saxonia“.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Betrieb weitgehend von der Demontage verschont, Siedersleben wurde aber 1952 enteignet und sein Betrieb in „VEB Landmaschinenbau Bernburg“ umbenannt. Zunächst war das Unternehmen mit seinen 350 Mitarbeitern der Hauptverwaltung Landmaschinenbau, ab 1956 der VVB Landmaschinen- und Traktorenbau unterstellt. In diesen Jahren vergrößerte sich die Zahl der Arbeitskräfte auf 600. 1970 wurde die VEB Bernburg Bestandteil des Weimar-Kombinates, 1978 des Kombinates Fortschritt (siehe hier). Zunächst fungierte die VEB Bernburg noch als juristisch selbstständiger Betrieb, verlor diesen Status aber 1985 und wurde zu einem Betriebsteil der BBG Leipzig (siehe hier).

Nach der Wende wurde der Betrieb in Bernburg reprivatisiert und gehörte nun zum Rabewerk in Bad Essen. Bis zur Insolvenz des Stammwerks in Bad Essen firmierte der Betrieb unter dem Namen „Rabewerk Bernburg GmbH“. 2001 übernahm die Pöttinger Maschinenfabrik GmbH in Gieskirchen (Österreich) das Unternehmen und produzierte dort weiterhin Sätechnik.

Mit freundlicher Unterstützung von Dr. Klaus Krombholz