Tritschler

Die Geschichte dieses Unternehmens reicht in das Jahr 1911 zurück, als Heinrich August Tritschler im Alter von 29 Jahren eine Fabrik für Öfen und Herde in Bad Krozingen gründete. Bekannt hat ihn sein „Tritschler´s Heizbackofen“ für Bauernhöfe gemacht.  Er wurde so erfolgreich mit der Produktion von neuartigen Fleischrauchöfen, Hausbacköfen, Trockenöfen und Kochbackherden, dass bald viele Niederlassungen in Deutschland eröffnet werden konnten. Der Stammsitz des Unternehmens in Bad Krozingen wurde 1939 nach Aschaffenburg verlegt. Neben zeitbedingten strategischen Gründen waren es die dortigen Tonvorkommen für die Schamotteproduktion, die für die Verlegung ausschlaggebend waren. Die erworbene Ziegelei in Aschaffenburg wurde zu einem Schamottewerk umgebaut. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte das Unternehmen zusätzlich Kühl- und Räucherkammern für die Landwirtschaft her.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges zerstörte ein Bombenangriff das Tritschlerische Werk fast vollständig. Die drei Söhne von Heinrich August Tritschler bauten das Werk wieder auf und bereits 1947 brannte der Ofen wieder und die Produktionsanlagen sowie das Produktionsprogramm wurden erweitert. Neben den drei Abteilungen für die Herstellung von Steinen, traditionellen Öfen und Mischmaschinen für Bitumen und Asphalte gab es auch eine Abteilung für die Landwirtschaft. Dort wurden Futtermischer, Räucherschränke, Muser, Backöfen und Milchkühlanlagen hergestellt.

Die Firma bestand noch viele Jahre, bevor es als mittelständisch geprägtes Unternehmen gegenüber dem Wettbewerb von Großunternehmen nicht mehr konkurrenzfähig war und der Betrieb Ende der 70er Jahre eingestellt wurde.

Heinrich Tritschler, der jüngste Sohn, blieb auch umtriebiger Unternehmer, als das Ofenbau-Unternehmen eingestellt wurde; er begann im Alter von etwa 60 Jahren einen Großhandel mit heiztechnischen Geräten, den er zusammen mit seiner Ehefrau Maria noch viele Jahre erfolgreich betrieb. Erst mit 78 Jahren verkaufte er das Handelsunternehmen.