Schütz & Bethke

Schmiedemeister August Schütz (1833 – 1908) gründete im Jahre 1857 eine Pflugschmiede, in der er bald schon Albrecht Bethke (1851 – 1924) als Mitinhaber aufnahm. Zunächst stand der Pflugbau im Zentrum der Geschäftstätigkeit, wobei das Fabrikationsprogramm vom einfachen Schwingpflug bis zum Mehrscharpflug reichte.

Mit Eigenkonstruktionen wie der „Moment-Exaktstellung“, einer Vorrichtung zur genauen Tiefenregulierung fanden Schütz & Bethke große Anerkennung bei Landwirten und auch beim Wettbewerb. Nach und nach wurde die Produktpalette um Kultivatoren, Grubber, Eggen, Scheibeneggen, Trommelhäcksler, Rübenschneider, Kartoffelsortierer, Dreschmaschinen, Göpeln u.a.m. erweitert.

Nach dem Ersten Weltkrieg beschäftigte das Unternehmen zeitweilig über 2510 Mitarbeiter. Damit zählte Schütz & Bethke mit zu dem größten Landmaschinenhersteller. 1924 betrieb das Unternehmen sogar ein eigenes Sägewerk. Mitte der 1930er Jahre geriet die Firma jedoch in eine Krise, aus der es sich trotz eines Vergleichsverfahrens nicht mehr befreien konnte. Sie bestand noch einige Jahre in der ehemaligen DDR, bevor sie vom Markt verschwand.

Dr. Klaus Herrmann