Schiffswerft Dresden-Laubegast

Die Schiffswerft in Dresden-Laubegast hat eine lange Geschichte: Bereits 1855 errichtete die Sächsisch-Böhmische Dampfschifffahrtsgesellschaft in Dresden-Blasewitz ein Winterlager mit Reparaturwerkstatt, dass ab 1858 auch neue Schiffe baute und 1898 nach Dresden-Laubegast umzog. 50 Raddampfer für die Sächsisch-Böhmische Dampfschifffahrtsgesellschaft wurden in der Werft bis 1900 hergestellt, neben Seitenraddampfern fertigte der Betrieb in den folgenden Jahren zunehmend auch andere Schiffe wie Motorschuten, Motorseilfähren, Motorfähren und Schleppkähne – einige dieser Schiffe sind noch heute im Einsatz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zunächst Teile der Werft demontiert, ab 1948 jedoch ließ die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) den die Kapazitäten für Schiffsbau wieder ausbauen. Ab 1958 wurden in der Werft, die nun Schiffsreparaturwerft Laubegast hieß, wieder neue Schiffe gefertigt, darunter Fährschiffe, Stoßboote und Motorkähne.

Im Jahr 1991 wurde die Werft privatisiert und in den Verbund Deutscher Binnenwerften integriert. Wegen einer schlechten Auftragslage musste sie aber bald Insolvenz anmelden. 2000 übernahmen Dresdener Investoren den Standort und betrieben ihn als eigenständige Werft, verkauften diese aber 2005 weiter, sie hieß nun Schiffs- und Yachtwerft Dresden GmbH (SYWD). Weiterhin wurden in der Werft Dampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt gewartet und repariert, 2011 musste sie trotzdem abermals Insolvenz anmelden. Im Jahr 2013 schloss der Werftbetrieb dann seine Tore, bis der Siegener Investor Reinhard Saal ihn übernahm.

Seit dem Jahr 2015 fungiert die Laubegaster Wert abermals nur als Reparaturwerkstatt für die sächsische Dampfschifffahrt.

Zeitweise fertigte die Schiffswerft Laubegast auch Landmaschinen. Dies geschah vermutlich aus einem Mangel an Aufträgen heraus um die 1930er Jahre herum.