Ostner, O.D.-Werk, Brand-Erbisdorf

1921 gründete Willy Ostner die Fahrzeugfabrik „Ostner & Co.“. Die Firma stellte bis 1936 Motorräder her und wurde im Dezember 1921 als Generalvertreter der Firma PAQUE für Sachsen erwähnt. Ab April 1932 betrieb Ostner ebenfalls eine Fahrzeug- und Armaturenfabrik in der Leibziger Straße. Diese wurde im Oktober 1923 unter dem Namen „Fahrad- und Armaturenfabrik Willy Ostner in Dresden“ ins Handelsregister eingetragen. Drei Jahre später folgte dann die Umbenennung in „Fahrzeug und- und Armaturenfabrik Willy Ostner in Dresden“. Im Jahr 1927 wurde der Standort der Firma auf die Bürgerstraße verlegt, wo ein Jahr zuvor ein Grundstück erworben wurde. Es gab eine erneute Umbenennung in „O.D.-Werk Willy Ostner“, mit der auch einen Wandel in der Unternehmensstruktur folgte. Wurden zwar bis 1936 noch Motorräder produziert, so fand jedoch ab 1932 ein Übergang zur Herstellung von Nutzfahrzeugen statt. Für einen Kaufpreis von 29.400,- RM wurde 1938 das Firmengrundstück der ehemaligen „Tafelglaswerke“ übernommen, wo unter dem Namen „Ostner-Fahrzeugwerke OHG“ Motorräder, Dreirad-Lieferwagen und Vierrad-Lastwagen mit einer Tragfähigkeit bis zu 1,25t produziert wurden. 1955 folgte dann die Übernahme des Werkes in Sulzbach-Rosenberg durch die Faun-Werke. Nur 4 Jahre später starb Willy Ostner im Alter von 80 Jahren.

 

Julia Gottwald