Odenwaldwerke Werke Ritterbach GmbH

Das Unternehmen Odenwaldwerke Rittersbach wurde im Jahr 1947 von Wilhelm Kern und August Großkinsky gegründet. Anfangs fertigte das Unternehmen Holzkisten zur Unterbringung von Geräten und Ausrüstungen. Neben der privaten Wirtschaft waren unter den Abnehmern auch schon die damaligen Besatzungsmächte. 1951 nahm das Unternehmen die Fertigung von Tischen, Stühlen und sonstigen Möbeln für den Wohn- und Essbereich auf.

Über die Aufträge er amerikanischen Besatzungsmächte, die einer der bedeutendsten Kunden waren, ergaben sich für das Unternehmen im Laufe der Zeit auch Aufträge staatlicher Stellen in Deutschland und im Ausland. Die Spezialkisten-Fabrikation wurde rasch hin zur Produktion von Bauzügen und Spezialfahrzeugen, u. a. für das Technische Hilfswerk und dem Bundesgrenzschutz ausgeweitet. Bald schlossen sich auch Aufträge für das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung zur Ausstattung der neugegründeten Bundeswehr an.

1980 wurde der Möbelbaubereich nach Elztal-Dallau ausgelagert, jedoch aus wirtschaftlichen Gründen kurze Zeit später wieder aufgegeben. Das Unternehmen widmete sich seitdem nur noch der Fahrzeug- und Gerätefertigung. Zu den Kernsparten der Produktion zählten verwindungsarme Pritschenlagerungen für Lastkraftwagen, ab den 80er Jahren vor allem Fahrzeuge und Geräte für die ABC-Abwehr und den Katastrophenschutz sowie elektronische Brems- und Steuergeräte.

Die OWR belieferte weltweit Militär- und Zivilschutzorganisationen, eigene Gesellschaften bestehen außer in Deutschland in der Schweiz, Bulgarien, Großbritannien, Kanada und den USA.

Odenwaldwerke Rittersbach, das in Rittersbach 130 Mitarbeiter beschäftigte, war im Mai 2003 insolvent und wurde durch, die von einer Investorgruppe gegründeten, OWR AG übernommen. Im Frühjahr 2009 firmierte die von einem Gesellschafter gehaltene AG, in eine GmbH um.