Melichar-Umrath

Die Aktiengesellschaft „ Fr. Melichar, Sämaschinen-Fabrik AG“ wurde im Jahr 1911 mit Sitz im Prag von Franz (František) Melichar aus Brandeis a.d. Elbe gegründet. Der Gegenstand des Unternehmens war die gewerbsmäßige Erzeugung und Vertrieb von Sämaschinen und sonstigen landwirtschaftlichen Maschinen aller Art.

Melichar entwickelte sich schnell zu einem der bekannten Traditionsunternehmen im heutigen Tschechien. Die Firma hatte sich mit anderen Fabriken zusammengeschlossen und nannte sich ab 1941 „Vereinigte Fabriken landwirtschaftlicher Maschinen Fr. Melichar-Umrath & Comp. AG“. Die Firma bot ein reichhaltiges Programm, wie Sämaschinen unter dem Namen „Patria“ und „Unikum“, sowie Kartoffelroder und auch Düngerstreuer an. Die Produkte fanden eine enorme Verbreitung, nicht nur in Deutschland.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Gebiet zu Tschechien kam, wurde die Fabrik in Volkseigentum überführt und im Jahr 1949 ein Teil des Unternehmens „Agrostroj“ in Prag geworden. Zu „Agrostroj“ gehörten u.a. folgende Firmen: Bächer, Astur, Knotek, Slavia und Wikov.

Im Jahr 1961 wurde Melichar ausgegliedert und geschlossen. Und der gute Name Melichar verschwand von der Bildfläche.