Ley

Wilhelm Ley gründete seine Landmaschinenfabrik 1914 in Wülfrath. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Zweigbetriebe in Holland und Dänemark hinzu. In den 1920er Jahren versuchte Ley, ein billiges Auto mit Holzrahmen herzustellen. Dieses Projekt blieb jedoch erfolglos.

Als Ley 1924 starb, übernahm sein damals 18-jähriger Sohn Hans den angeschlagenen Betrieb. Die Zweigbetriebe wurden verkauft, und Ley konzentrierte sich von nun an wieder auf die Landtechnik. Mit elektrischen Mühlen, Windfegen und Rübenschneidern konnte er das Unternehmen retten.

Im Jahre 1938 errichtete Ley ein neues Werk im niedersächsischen Sulingen, das von seinem Schwager Walther Ley geführt wurde. 1960 stellte das Unternehmen außerdem Mahl- und Mischanlagen, Gülltechnik, Lüftungen und Frontlader her. Bei den Mahl-und Mischanlagen erreichte Ley 60% Marktanteil in Deutschland, und bei den Frontladern war Ley der stärkste Wettbewerber des Marktführers Baas. Bereits 1970 ließ Ley sich eine Flüssigfütterung patentieren. Diese wurde zehn Jahre später zum Standard. 1973 wurde ein Zweigunternehmen in Österreich gegründet, das aber mangels eines Nachfolgers bereits 1975 wieder verkauft wurde. Die Südoldenburger Schockemöhle-Gruppe erwarb das Unternehmen in Österreich, und gab zeitgleich den Standort in Wülfrath auf.