Lanz, Aulendorf

Im Jahre 1888 gründete Hermann Lanz mit seiner Frau Franziska eine kleine mechanische Werkstatt. Sein Sohn Hermann übernahm 1914 die Werkstatt, die er unter dem Namen Hermann Hermann Lanz Junior weiterführte. Das Jahr 1914 ging damit als Gründungsjahr in die Werksgeschichte der sich aus diesen Anfängen entwickelnden Schlepperfabrik ein. Es war ein kleines, aber feines Unternehmen, welches sehr gute Traktoren baute. Der erste der beliebten HELA Schlepper kam 1951 auf den Markt.

Im Krieg ist die Fabrik erhalten geblieben, wurde jedoch im Winter 1945 von der französischen Besatzungsmacht völlig demoliert. Erst 1948 konnte die Produktion wieder aufgenommen werden.

Leider haben sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu viele Firmen auf die Produktion von Traktoren gestürzt, sodass es für  alle Hersteller schwer wurde, sich am Markt zu behaupten. Dabei wurde es immer wichtiger, auch auf interessante Stückzahlen zu kommen, um wirtschaftlich produzieren zu können. Die Firma Lanz in Aulendorf nahm dann auch Baumaschinen mit in das Programm. Hierfür verwendete man MWM-Motoren.

Im März 1978 wurde ein Übernahmevertrag mit der IBH-Holding AG und der Schlepperfabrik Hermann Lanz geschlossen. Ab dieser Zeit firmierte die Firma unter Lanz Maschinenfabrik AG & Co.

Der Traktorbau wurde Mitte des Jahres 1979 eingestellt. Im November 1883 wurde der Vorstandsvorsitzende der IBH wegen Betrugsverdachtes verhaftet. Dadurch brach die IBH zusammen, und auch die Firma Lanz kam zur Konkursmasse.

Noch heute gibt es eine große Fangemeinde von HELA Freunden.