Krupp, Friedrich

Ende des Ersten Weltkrieges, als aufgrund des Versailler Vertrags keine Kriegsgeräte mehr hergestellt werden durften, entschloss man sich bei Krupp, sich um die Mechanisierung der Landwirtschaft zu kümmern. Es wurden  zwar nicht Kanonen zu Pflugscharen umgebaut, jedoch entwickelte man ein breites Programm von Landmaschinen, wie Molkereimaschinen, Kartoffelege- und Kartoffelerntemaschinen, Getreide- und Grasmähmaschinen, Mähbinder und auch Düngerstreuer. Natürlich passierten viele Fehl- und Rückschläge auf dem neuen Sektor. Aus diesem Grund versuchte Krupp zeitweilig eine Kooperation mit der erfahrenen Fabrik Fahr im Jahre 1919. Diese wurde jedoch 1922 wieder aufgegeben. Insgesamt entwickelte sich Krupp zu der größten deutschen Erntemaschinenfabrik mit einer Produktionsfläche von ca. zwölf Hektar. Krupp beschäftigte im Jahre 1938 über 600 Mitarbeiter im Landmaschinenbereich und fertigte schon an Fließbändern.

Im Jahre 1950 verkaufte Friedrich Krupp  den Betriebszweig Landmaschinen an die Hanomag-Rheinstahl AG, die aus dem Betrieb die Landmaschinenfabrik Essen GmbH (siehe hier) machte. Die Landmaschinen-Fertigung blieb noch eine Zeit auf dem Krupp-Gelände bestehen, bevor die LFE nach Hannover umzog.