Holder

Die Maschinenfabrik Holder, die bis heute existiert und inzwischen Max Holder GmbH heißt, entstand im Jahr 1888. Die Brüder Christian Friedrich und Martin Holder eröffneten den Betrieb zunächst in Urach und bauten dort die erste selbsttätige Pflanzenschutzspritze der Welt. Nach wenigen Jahren stieg Martin Holder jedoch aus, während die Firma sich vergrößerte und 1902 nach Metzingen umzog.

In den Folgejahren spezialisierte Holder sich weiterhin auf Pflanzenschutzspritzen, fertigte aber auch Motorfräsen und Hacken. Das Unternehmen wuchs stetig, sodass im Jahr 1912 bereits über 100 Arbeitskräfte an der Produktion in Metzingen beteiligt waren. In den 1930er Jahren begann Holder mit dem Bau von Einachs-Schleppern, 1950 brachte der Betrieb seinen ersten Kleindiesel-Motor heraus. Eine Erfindung, die bald vom Unternehmen Fichtel & Sachs gebaut und weltweit unter dem Namen „Sachs-Diesel“ bekannt wurde.

Die Firma Holder hingegen konzentrierte sich weiterhin auf Pflanzenschutzspritzen und Dosierelektronik, sowie Schlepper, die sich durch Allradantrieb und Knicklenkung besonders für den Weinbau eigneten. In den 1960er Jahren übernahm Holder seinen Hauptwettbewerber, die Firma C. Platz aus Deidesheim.
In den vergangenen 20 Jahren geriet Holder in Turbulenzen: 1992 übernahm Maruyama aus Japan die Kontrolle, um Holder schon 1996 an einen der früheren Eigentümer zurück zu verkaufen. Bereits 2005 wechselte das Unternehmen abermals den Besitzer, diesmal war der türkische Landmaschinenkonzern Uzel der Käufer. Seit 2008 ist Holder nun wieder in deutscher Hand: Die Gesellschafter Dr. Christoph Weiß, Dr. Carl-Heiner Schmid und Martin Haas übernahmen den Betrieb und nannten ihn in die Max Holder GmbH um.

Mit knapp 140 Arbeitskräften fertigt Holder in Metzingen heute wieder erfolgreich Spezialfahrzeuge für den Einsatz in Kommunen, im Wein- und Obst-, sowie im Garten und Landschaftsbau.