Kuxmann, Heinrich

Das Familienunternehmen, das als eines der ganz wenigen heute noch existiert, wurde im Jahr 1895 von Heinrich Kuxmann gegründet. Spezialisiert auf Düngerstreuer nannte er seine Maschinen der Herkunft entsprechend „Westfalia“. Dieser Düngerstreuer war so erfolgreich, dass bereits im Jahr 1927, 120.000 Westfalia Streuer ausgeliefert wurden.

Im Laufe der Jahre fertigte das Unternehmen verschiedene Streuer, die nach unterschiedlichen Systemen arbeiteten. Zum Produktionsprogramm gehörten unter anderem Kettenstreuer, Stahlbandstreuer, Schlitzstreuer, Walzenstreuer, Tellerstreuer und schließlich auch Schleuderstreuer. Doch auch für andere landwirtschaftliche Bereiche bot das Unternehmen verschiedenste Maschinen an, wie den Schleuderroder welcher von 1925 an im Werk in Bielefeld produziert wurden oder die ein- und zweireihigen Schwingsieb-Kartoffelroder (von 1960). Durch die Weiterentwicklung der Düngerstreuer konnte Kuxmann bereits 1984 die 500.000ste Maschine ausliefern (Gigant S).

Kuxmann erlangte seine Bedeutung anfänglich mit dem Kettenstreuer, von dem im Weiteren Verlauf bis ca. 1950 insgesamt über 250.000 Stück produziert wurden. Um 1935 bezeichnete sich Kuxmann selbst als „die größte Düngesteuerfabrik der Welt“. Kuxmann baute den Düngerkasten aus Holz und vermied damit weitgehend Beschädigung durch ätzenden Dünger. Die Kettengelenke der verwendeten „Goliath-Kette“ und „Kuxmann-Kette“ kamen mit dem Dünger nicht in Berührung. Die Ketten hatten im Gelenkdorn eine Schmierkammer.

Noch heute baut Kuxmann, in vierter Generation, Landmaschinen wie den Großflächenstreuer sowie Bindemittel- und Winterdienststreuer, für die Landwirtschaft und die Kommunen.