Hartwig

Rudolf Hartwig gründete 1908 in Rudolstadt seine Maschinenfabrik. Dort fertigte er verschiedene landwirtschaftliche Geräte, wie Membran-Jauchepumpen, Strohschneider und Metallschränke. Sein Sohn – Ingenieur Raimund Hartwig – trat 1927 ebenfalls in den Betrieb ein.

Hartwig versuchte sich zeitweise auch am Bau eigener Traktoren, die er unter dem Namen „Brummer“ verkaufte, der erste Prototyp kam 1936 heraus. Mit der Traktorfertigung übernahm sich Hartwig jedoch: Einerseits stellte sich die Produktion der Maschinen als zu teuer heraus, andererseits waren die Maschinen nicht langlebig genug und die Nachfrage blieb aus.

Bereits 1938 musste Raimund Hartwig, der inzwischen Geschäftsführer des Betriebes war, einen Vergleich anmelden, woraufhin der Reichsnährstand die Zulieferung verschiedener Teile einstellte. Die Hatz Motorenfabrik GmbH übernahm nun alle Betriebsunterlagen und Fertigungsteile der Firma Hartwig und baute noch bis 1964 Schlepper in Ruhstorf. Die Betriebsstätten in Rudolstadt verpachtete Hartwig an den Reichsnährstand (bzw. den Raiffeisenverband). Nach dem Krieg diente die Fabrik noch bis 1970 als Reparaturstätte.

Raimund Hartwig selbst ging zur Bagger- und Fördermittelfabrik Weserhütte in Minden.