Fella Werke AG

1918 gründeten Josef Hackl und Albert Löffler eine Fabrik, die Bayerische Eggenfabrik, zur Herstellung von Eggen. Kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges begann die Produktion und es dauerte nicht lange bis Fella anfing andere Unternehmen aufzukaufen. In den Jahren 1923 bis 1931 kauften sie ein Unternehmen für Lastwagen, erweiterten die Produktlinie um die Fertigung von Pflügen und übernahmen Epple & Buxmann aus Augsburg, womit sie erstmal in die Produktion von Erntemaschine, insbesondere von Getreideanbau, einstiegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1954 der Jupiter eingeführt, ein selbstfahrender Mähdrescher. Diese Kombi-Erntemaschine war sehr modern für die damalige Zeit und konnte verschiedene Getreidearten verarbeiten. In den 1980er und 1990er Jahren wurde zwar noch immer ein breites Produktionsspektrum angeboten, jedoch lag der Fokus auf der Weiterentwicklung von Erntemaschinen. Fella hat seitdem weitere technische Innovationen in diesem Bereich präsentiert, so z. B. den weltweit größten Scheibenmäher mit einer Arbeitsbreite von 10,34 m, Heuwender mit 11 m und 13 m Arbeitsbreite und den Vierkreisel-Schwader TS 4000.

Die Fella-Werke haben auch zahlreiche Management-Veränderungen erlebt: In den 60er Jahren schon ging der Besitz der Fella-Werke an die Sachs Gruppe über, die wiederum Ende der 70er von Mannesmann gekauft wurden. 1999 wurden die Fella Werke an die niederländische Investorengruppe Netagco (Netherlands Agricultural Companies) verkauft, die erheblich in Fella investierte.

2002 erwirtschaftete Fella etwa die Hälfte des Umsatzes in Frankreich, Österreich, den Benelux-Ländern und der Schweiz; der Exportanteil lag etwa bei 70 Prozent.

Kurz darauf wurde Fella von ARGO gekauft, die ihr Tochterunternehmen Laverda zur Muttergesellschaft von Fella machte. 2007 musste ARGO 50 % von Laverda an AGCO verkaufen, und Ende 2010 gab AGCO seine Absicht bekannt, die verbleibenden Anteile an Laverda und damit auch die Fella-Werke zu kaufen. Dieser Kauf wurde im März 2011 abgeschlossen. Zu dieser Zeit arbeiteten ca. 200 Mitarbeiter für Fella.