Ewers & Miesner

Im Jahre 1881 gründete (Hartwig Peter) Friedrich Ewers, der Lübecker Pionier der Industrialisierung, an der Moislinger Allee in Lübeck zusammen mit dem Ingenieur Jacob Miesner die Maschinenfabrik Ewers & Miesner, der er bis 1903 vorstand. In der Hauptsache wurden mit der etwa 25-köpfigen Belegschaft Dampfmaschinen, Walzenstühle, Schrotmühlen und Ölkuchenbrenner hergestellt. 1886 entstand zusätzlich eine Eisengießerei, die Teile aus Hartguss produzierte (u.a. für die Mühlen- und Ziegelindustrie). Ab 1904 war Jacob Miesner alleiniger Inhaber der Firma und nach seinem Tod 1933 übernahm seine Tochter Margarethe die Geschäfte. In Kriegszeiten begann die Abkehr von der Landwirtschaft mit der Produktion von Spezialarmaturen für Luftschutzbauten. 1941 wurde es an die Drägerwerk AG verpachtet und 1942 fiel das Unternehmen fast vollständig einem Bombenangriff zum Opfer. Die Gießerei konnte dennoch fortgeführt werden, wich aber 1968 wegen Umweltschutzauflagen dem Oberflächenschutz als  Produktionsschwerpunkt. Neben der Produktion von Schutzluftarmaturen wurde als weiterer Fabrikationszweig Klappen für die allgemeine Lufttechnik hergestellt. Unter verschiedenen Geschäftsführern bestand das Unternehmen bis 1990.