Burkert

Die Fabrik für „Burkert & Co“ hat ihre Ursprünge im Jahr 1901, als Friedrich Rühling und seine Frau Sophie in Gerabronn eine Seilerei mit angeschlossenem Landmaschinenhandel eröffneten. Schon zwei Jahre später starb Friedrich Rühling, seine Witwe heiratete 1906 Fr. Burkert. Dieser eröffnete 1911 wiederum in Gerabronn eine Strohseilfabrik mit seinem Partner Cino Dona, der aber bald wieder ausstieg.

Nach dem Krieg gründete Burkert schließlich gemeinsam mit seinem Stiefsohn Friedrich Rühling die Firma „Burkert & Co“. Sie stellten vorwiegend Strohseilmaschinen, aber auch andere landwirtschaftliche Geräte wie etwa Schleuderstreuer her. 1927 erweiterten sie den Betrieb um ein Autohaus und eine Esso-Tankstelle, sowie eine Opelwerkstatt in Crailsheim, welche 1945 komplett zerstört, aber danach neu errichtet wurde. Überhaupt brachte der Zweite Weltkrieg der Firma große Verluste, Burkert & Co konnte sich aber halten und erweiterte über die Jahre seinen Omnibusbetrieb, betrieb außerdem einen Ölgroßhandel und fertigte nun auch aufwändige landwirtschaftliche Geräte.

Im Jahr 1973 verstarb Wilhelm Rühling, seine Töchter Elfriede Kühner und Lotte Lemke übernahmen gemeinsam mit ihren Ehemännern Arved Kühner und Conrad Lemke die Betriebe in Gerabronn und Crailsheim und führten sie als Opel-Vertragshandel und Agip-Tankstelle weiter. In diesen Jahren stellte die Firma die Herstellung landwirtschaftlicher Geräte ein. Die Ehepaare Kühner und Lemke betrieben sie noch ein Unternehmen für Busreisen (Friedrich Burkert & Co Kraftverkehr Gerabronn, „Burco-Reisen“). Burco-Reisen hat sich inzwischen mit drei weiteren Reiseunternehmen zusammengeschlossen und ist in der „Röhler Touristik GmbH“ aufgegangen.