Beermann

Carl Beermann OHG wurde 1849 in Berlin-Treptow als „erste Landmaschinenfabrik Deutschlands“ gegründet und errang eine sehr große Bedeutung. Zunächst wurden hier ausschließlich Nähmaschinen produziert, Mitte der 1850er Jahre stellte Beermann die serienmäßige Fertigung vollständig auf Landtechnik um. Dreschmaschinen, Schrotmühlen, Sämaschinen, Drillmaschen, Arbeits- und Geschäftswagen, Dampflokomobilen, Straßensprengwagen und Kehrmaschinen gehörten zu ihrem Produktionsprogramm. Im Jahr 1870 zählte das „Beermannwerk“ bereits 500 Beschäftigte, um 1872 herum übernahmen Carl Beermanns Söhne Herrmann und Georg das Unternehmen und führten es erfolgreich weiter: 1913 beschäftigte Beermann 1100 Mitarbeiter. Die beiden wurden zu Kommerzienräten ernannt und dienten in der Gemeindeverwaltung als Berater.

Nach dem Tod beider Geschäftsführer zerbrach das Unternehmen schließlich. Die Firma feierte 1924 noch ihr 75-jähriges Bestehen und ein Jahr später wurde das Gelände von der Wagenbauwerke GmbH aufgekauft. 1915 waren darauf von einem berühmten Architekten Bruno Buch moderne Shedhallen errichtet worden. Darin wurde die Hauptwerkstatt für Fahrgestelle installiert. Im Jahre 1927 wurde anstelle der Beermannschen Gießerei eine große mehrstöckige Halle errichtet, in der die „ABOAG“ mit ihrem „Kraftomnibusbetrieb“ mit 580 Omnibussen einzog. Noch bis 1993 dienten die Hallen als Busdepot. Heute heißt die Halle „Arena Berlin“ und bietet Platz für Großveranstaltungen mit bis zu 10.000 Gästen.