Beermann

Carl Beermanns Fabrik, die er 1849 in Berlin-Treptow gründete, war die erste Landmaschinenfabrik Deutschlands. Hatte er in seiner OHG zunächst ausschließlich Nähmaschinen produziert, stellte Beermann die serienmäßige Fertigung Mitte der 1850er Jahre vollständig auf Landtechnik um. Dreschmaschinen, Schrotmühlen, Sämaschinen, Drillmaschen, Arbeits- und Geschäftswagen, Dampflokomobilen, Straßensprengwagen und Kehrmaschinen gehörten zu seinem Produktionsprogramm.

Im Jahr 1870 zählte das „Beermannwerk“ bereits 500 Beschäftigte, um 1872 herum übernahmen Carl Beermanns Söhne Herrmann und Georg das Unternehmen und führten es erfolgreich weiter. 1913 beschäftigte Beermann 1100 Angestellte. Nach dem Tod beider Geschäftsführer zerbrach das Unternehmen schließlich. Die Fabrik wurde an die „ABOAG – Allgemeine Berliner Omnibus A.G.“ verkauft, die dort Busse fertigte und reparierte und die Fabrikhallen später zu einem Busdepot umbaute. Noch bis 1993 wurde die ehemalige Fabrikanlage als solches genutzt, heute heißt die Halle „Arena Berlin“ und bietet Platz für Großveranstaltungen mit bis zu 10.000 Gästen.